Wie kann man Musik erleben, wenn man sie nicht hört? Man kann sie laut drehen, bis sie einem in den Magen fährt, wie bereits Herbert Grönemeyer gesungen hat. Oder man interpretiert die Texte in Gebärdensprache und führt sie mit einem gesamten Chor auf.

Der Gebärdenchor „Sing a Sign“ vom Caritasverband Emsdetten Greven tut dies. Er setzt sich aus Hörenden und Gehörlosen zusammen. Die beiden Chorleiterinnen dirigieren die Gebärden synchron zur Musik für den Chor, sodass eine Choreographie entsteht.

Das gemeinsame Erleben von Musik – im Chor wie im Publikum – steht im Mittelpunkt. Das sollte auch den Mittelpunkt des Imagefilms bilden. Deshalb ziehen sich zwei Songs aus dem Repertoire durch den Film. Die Splitscreens ermöglichen das Erkennen der Gebärden in näheren Aufnahmen während der Chor gleichzeitig nie aus dem Blick verschwindet. Um die Songs legen sich Impressionen einer Chorprobe und Interviews mit einigen der Mitglieder, die einen weiteren Einblick ermöglichen.

Der Chor war vom Ergebnis so begeistert, dass der Imagefilm im Kino Premiere feiern sollte. Am 11.08.2019 konnte ich zusammen mit den Mitgliedern stolz auf der großen Leinwand im Cinetech Emsdetten den Imagefilm als Vorfilm bei „Kino Inklusive“ betrachten und mich einigen Fragen des Publikums stellen. Ein super Erlebnis, an das ich mich gerne erinnere.