Normalerweise ist das AV Picknick immer eine gute Möglichkeit, bei chilliger Musik mal wieder auf den Teppich zu kommen. Diesmal aber nicht. Denn statt auf Teppichen nahmen die Zuschauer diesmal auf den Stühlen des ausverkauften Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde in Münster platz und hoben in der ersten Hälfte mit Chantal Acda und den Visuals von Dr. Björn Voss ins Weltall ab. Die beiden Animationen mit den aus Sternen bestehenden Titeln am Anfang des Videos stammen übrigens von mir und waren nicht beim AV Picknick zu sehen. Der ganze Rest kommt aber von der Veranstaltung.

Chantal Acda – Arms up high (Ausschnitt)

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Für mich war das ganze mal ausnahmsweise richtig entspanntes Arbeiten, da ich durch die feste Bestuhlung genug Platz hatte und niemand im Weg saß. Außerdem stierten alle nach oben in die Kuppel, um die Videoinstallation zu betrachten und ich musste mir null Sorgen machen, irgendwem mit meiner Rübe den Blick zu versperren. Einziges Manko: Es gab noch weniger Licht als sonst schon. Deshalb bekommt ihr die gute Chantal Acda auch im Video kaum zu Gesicht. Denn wo kein Licht ist, da kann ich auch mit der Kamera und bis zum Anschlag aufgerissener Blende nichts sehen. Irgendwas ist immer…

In der zweiten Hälfte übernahmen das Bersarin Quartett die Instrumente und wie gewohnt Sven Stratmann aka „Aquiet“ mit Francis Eggert den Projektor des Planetariums. Angeblich der schärfste in ganz Europa und ein ziemlich interessantes Teil: Es kann sich in alle erdenklichen Richtungen drehen und auch nachdem ich das Ding eine gefühlte Ewigkeit bei der Arbeit begafft habe, kann ich immer noch nicht sagen welche Linse wofür genau ist. Die beiden Videokünstler bespielten die Kuppel mit abstrakteren Visuals und reizten die 360°-Projektion auf beeindruckende Weise aus.

Bersarin Quartett – Die Dinge sind nie so wie sie sind (Ausschnitt)

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